Bild: Zwei Judoka, einer wird den anderen mit Tomoe-nage. Text: Freiwurf! Kostenloses Probetraining. Hier klicken.

Die Wertungen im Judo werden durch die neue Technik endlich objektiver, wodurch Kampfrichter, Tischbesetzungen und Sportler entlastet werden.

Die Bewertung der einzelnen Wurftechniken ist im Judosport die Tätigkeit, die häufig diskutiert wird. Wie oft ist die Wertung der Kampfrichter eine andere als die, die von den Trainern angenommen wird.

Hier kommt nun die neue RFID Technik zu Einsatz. Durch eine intelligente Elektronik in Kombination mit RFID-Chips werden verschiedene Parameter des Wurfes ausgewertet. So überprüft der Chip, ob der Wurf und die anschließende Landung mit Kontrolle, Kraft, Schnelligkeit auf den Rücken erfolgt ist.

Die Auswertung erfolgt innerhalb von Sekundenbruchteilen. Das Ergebnis der Auswertung wird dann über ein System aus losen Kabeln, das unter der Matte verlegt ist, an die Tischbesetzung übermittelt. Dort wird dem Kampfrichter dann die ermittelte Wertung angezeigt.

Dies ist die erste Ausbaustufe des Systems, welche ab dem nächsten Wettkampfjahr eingesetzt wird. Erste Testläufe, bei den Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele, waren erfolgreich. Für den Breitensport gibt es ein System, das nachträglich in den Judoanzug eingenäht wird. Die Kosten belaufen sich auf weniger als 10,00 €.

In der nächsten Ausbaustufe, soll das System auch erkennen, ob eine Technik außerhalb oder innerhalb der Wettkampffläche ausgeführt wurde. Ob demnächst damit auch erkannt werden soll, ob ein Judoka am Boden kontrolliert wird, ist nicht bekannt.

Das Beitragsfoto zeigt die Punkte an denen die Sensoren angenäht werden müssen.