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Pokal des 10. HAWE-Judo-Cup 2012

Fünf Spandauer bei den Berliner Judo-Freunden. Spaß hat es gemacht.

Am 29.04.2012 wurden wir von den Berliner Judo-Freunden 1955 e.V. zum 10. HAWE-Cup eingeladen. Dieser Einladung sind wir gerne gefolgt. Insgesamt waren wir zu fünft vor Ort. Cem, Julian, Christian und ich stellten uns der sportlichen Herausforderung und Wilfried übernahm unsere Betreuung. Man muss dem Sponsor des Turniers danken, dieser ermöglichte es einerseites kostenlos an dem Turnier teilzunehmen, und gewährte uns einen andererseits spannenden Einblick in die Welt der Hydraulik.

 

Gekämpft wurde in gewichtsnahem Gruppen die aus 3 oder 5 Personen bestanden. In diesen Gruppen kämpfte jeder gegen jeden.

 

Sportlich gesehen hat sich Julian in den regulären Kämpfen mit einem gewonnen Kampf sehr gut geschlagen.

Cem hingegen blühte so richtig bei den Freundschaftskämpfen auf. Ich vermute es gab nur wenig Personen, die an diesem Tag nicht von Cem gefragt wurden, ob Sie einen Freundschaftskampf mit ihm machen möchten. Insgesamt waren es mehr als 7 zusätzliche Freundschaftskämpfe die Cem hatte. Besonders beeindruckend war sein erfolgreicher Ko-uchi-maki-komi.

In Platzierungen sieht das Ergebnis wie folgt aus: Julian 4. Platz, Cem 5. Platz, Christian 3. Platz, ich 3. Platz

Auf jeden Fall war es eine schöne Veranstaltung und wir hoffen auch das nächste Jahr wieder von der Berliner Judo-Freunden eingeladen zu werden.

Im Folgenden kommt eine etwas detailliertere Beschreibung der einzelnen Kämpfe. Vorher möchte ich jedoch noch auf den Bericht vom VFL-Tegel über den 10. HAWE-Cup hinweisen. Dort wird noch einmal schöne O-soto-otoshi beschrieben.

Julian

Erster Kampf

Im ersten Kampf versuchten zuerst beide Sportler mit Fußwürfen den Gegner zu Fall zu bringen. Bei einem sehr gut angesetzten und abgepassten Ko-soto-gari fehlte Julian leider die Kontrolle im Arm und der Wurf wurde mit Uchi-mata gekontert. Wofür Julians Gegner einen Wazari bekam.

Es folgten immer wieder gute Ansätze von Ko-soto-gari, die aufgrund der abgebeugten Körperhaltung leider nicht zum Erfolg führten. Nach einem unglücklichen Übergang vom Stand in den Boden wurde Julian am Boden festgehalten. Zwar war er oft kurz davor durch eine Beinklammer sich aus dem Festhalter zu befreien, was jedoch leider nicht gelang. Wodurch der Gegner am Ende den Kampf gewonnen hatte.

Zweiter Kampf

Den zweiten Kampf sollte Julian gewinnen, der Weg dahin war jedoch ein langer und aufregender. Die erste Aktion von Julian war ein Sumi-gaeshi, leider war der Fuß nicht in der Kniekehle des Gegners, der so übersteigen konnte.

Nachdem es im Stand weiterging setzten beide Fußtechniken an. Die Angriffe waren von Julian nicht so gut abgepasst wie im ersten Kampf, auch war er mit dem Fuß diesmal etwas hoch. Der zweite Versuch von Sumi-gaeshi scheiterte leider auch, obwohl er diesmal gut unter dem Schwerpunkt des Gegners war. Im Bodenkampf setzte sich keiner der zwei durch.

Es folgten einige gute Eingänge zum O-goshi und Tai-otoshi von Julian. Doch dann wurde er plötzlich vom Gegner mit einem Tani-otoshi geworfen. Zum Glück gab es für diesen Wurf nur Warazi. Ohne Erfolge im Boden ging es im Stand weiter. Es zeigten sich bei beiden Sportlern, das dieser Kampf spuren hinterlassen hat. So begannen beide, zusätzlich auch noch mit Ihrer Kondition zu kämpfen.

Nach einigen erfolglosen Angriffen ging es durch einen Harai-goshi in den Boden, wo Julian einen  Nami-juji-gatame (Armhebel) ansetzte, aber leider nicht durchbringen konnte. Nach einigen weiteren Aktionen waren beide sehr angeschlagen. Jedoch motivierte Julian seinen Gegner mit dem Ausruf „Ich kann nicht mehr“ und erhielt dafür einen Shido.

Trotzdem beendete er dann den Kampf mit einem Wurf der etwas zwischen O-goshi und Tai-otoshi anzusiedeln ist.

Dritter Kampf

Auch im dritten Kampf setzte Julian wieder auf den Sumi-gaeshi, leider stieg der Gegner über und übernahm im Boden die Kontrolle und hielt ihm im Festhalter fest.

Vierter Kampf

Im vierten Kampf versuchte Julian wieder die Angriffe mit dem Fuß, diesmal häufig einen De-ashi-barai, jeder fehlte der Einsatz der Arme. Es folgte wieder der Versuch einen Sumi-gaeshi zu werfen, jedoch war dieser nicht so gut ausgeführt wie die vorangegangenen und der Gegner übernahm im Boden den Angriff. Es folgte ein kurzer Bodenkampf den der Gegner mit einem Gyaku-juji-gatame (Armhebel) beendete.

Cem

Erster Kampf

Im ersten Kampf versuchte Cem den Gegner mit einer links ausgeführten Seoi-nage zu werfen, jedoch konterte der Gegner diese Aktion mit einem Tani-otoshi welcher ihm den Sieg einbrachte.

Zweiter Kampf

Im zweiten Kampf hatte Cem leider etwas pech gehabt. Bei dem Versuch sich in einen Uchi-mata einzudrehen und den Gegner zu werfen verlor er auf dem Standbein das Gleichgewicht und beide Sportler gingen zu Boden. Im folgenden Bodenkampf gewann der Gegner die Kontrolle und hielt Cem im Yoko-shio-gatame fest. Aus solch einem Festhalter windet sich Cem beim Training immer raus. Diesmal schaffte er dies trotz kraft- und schwungvoll ausgeführter Schulterbrücken leider keine Befreiung und verlor den Kampf.

Dritter Kampf

Das Pech aus dem zweiten Kampf führte sich im dritten Kampf fort. Im Kampfverlauf kniete der Gegner auf dem Boden und Cem war auf seinem Rücken. Der Gegner stand auf, Cem immer noch auf dem Rücken. Diese Situation nutzte der Gegner aus um Cem zu werfen. Es war eher eine unglückliche Kampfrichterentscheidung diesen Wurf zu werten, da bewertbare Würfe im Stand beginnen müssen. Aber so etwas kommt leider auch vor.

Vierter Kampf

Der Kampf begann mit einem Ken-ken-uchi-mata des Gegners dem Cem jedoch gut standhielt, indem er zuerst mithüpfte und dann seinen festen Stand gefunden hatte. Darauf setzte er selbst einen Uchi-mata an der nicht funktionierte, aus dieser Situation nahm er sein Bein zurück und kombinierte diesen Wurf mit einem Tani-otoshi links. Leider mit etwas wenig Körpereinsatz, so setzte sich der Gegner nur auf den Hintern. Im Bodenkampf zog er bei dem Versuch zu würgen die Jacke leider über das Kinn des Gegners. Worauf es im Stand weiterging. Dort wurde Cem leider mit einem Harai-goshi Ippon geworfen.

Christian

Erster Kampf

Den ersten Kampf durfte Christian gegen den amtierenden Berliner Meister in der Nage-no-kata bestreiten.

Der Anfang des Kampfes lief auch recht gut. So setzte der Gegner von Christian einen Uchi-mata an, dem wirkte Christian durch eine gelungene Armarbeit entgegen, so das der Gegner zu Boden ging. Eine Aktion die mit Yuko bewertet wurde. Beim zu Boden gehen drehte Christian den Gegner auf den Rücken und setzte im Boden eine Variante von Tate-Shiho-Gatame an. Leider war sein Bein zwischen den Beinen des Gegners eingeklemmt und er konnte es nicht befreien.

Im weiteren Bodenkampf gelang es dem Gegner sich zu befreien und auf den Bauch zu drehen. Bei dem Versuch des Umdrehens und über die Matte rollen stoßen Christians Nase und das Knie des Gegners zusammen. Daraufhin wurde erst einmal der Kampf unterbrochen und die Blutung der Nase gestoppt.

Nachdem es im Stand weiterging, setzte der Gegner einen De-achi-barai an, der mit Yuko bewertet wurde. Im nachfolgenden Bodenkampf gewann Christians Gegner die Oberhand und beendete den Kampf mit einem Armhebel.

Zweiter Kampf

Im zweiten Kampf nutze der Gegner leider Christians Druck nach vorne aus um ihn mit einem Uki-waza zu werfen. Im Boden gelang es Christians Gegner einen Würger anzusetzen und Christian so zur Aufgabe zu zwingen.