Bild: Zwei Judoka, einer wird den anderen mit Tomoe-nage. Text: Freiwurf! Kostenloses Probetraining. Hier klicken.

Am 06.03.2010 hatten 5 Sportler vom Spandauer Judo-Club an den 8. Neukölln Open teilgenommen. Ein Sportler in der U17, Kathrin in der U23 und Nikolai, Christian und Robert in der Ü23.

Das Turnier wurde vom EBJC (Erster Berliner Judo Club Berlin e.V. 1922) und der Judoabteilung TSV Rudow 1888 e.V. ausgerichtet. Über 100 Sportler aus 21 Vereinen nahmen daran teil. Neben der tollen Organisation zeichnete sich das Turnier dadurch aus, dass in gewichtsnahen Pools gekämpft wurde. Das bedeutet, dass jeder in der Gewichtsklasse gegen jeden kämpft. So hängt die Anzahl der Kämpfe nicht vom Erfolg in den einzelnen Kämpfen ab.

Zusammengefasst haben wir alle viel dabei Gelernt und aufgrund der günstigen Teilnehmerzahlen drei mal den 3. Platz (Kathrin, Nikolai und Christian), einmal den 5. Platz (Robert) und einmal den 9. Platz (U17) belegt.

Es war für alle Starter entweder das erste Turnier überhaupt, das erste größere Turnier außerhalb des Vereins, bzw. das erste Turnier nach vielen Jahren ohne Wettkämpfe.

Dank der Bereitstellung von Videoaufnahmen ist im folgenden eine etwas längere Auswertung des Turniers möglich.

Für den Starter der U17 war die größte Umstellung, dass er als „Gelbgurt“ gegen „Braungurte“ kämpfen musste. Dies hat sich auch in seinem, sonst sehr untypischen, zurückhaltenden Kampfstil bemerkbar gemacht. Deutlich aktiver war er in seinem Kampf der nicht gegen einen Braungurt war. Hier versuchte er mittels Tani-Otoshi zu kontern und auch selbst seinen O-ushi-gari durchzubringen.

Kathrins Kondition war bei diesem Turnier viel besser als bei der Vergangenen BEM der Frauen. So konnte sie zu allen anstehenden Kämpfen antreten. Im Gegensatz zu dem Starter der U17 lies sie sich nicht von der schwarzen Gürtelfarbe ihrer Gegnerinen einschüchtern und ging ihre Kämpfe sehr energisch an.

Im ersten Kampf blockte sie die Angriffe der Gegnerin gut und unternahm gleich zum Beginn des Kampfes den Versuch die Gegnerin duch Tani-Otoshi zu kontern. Dabei war sie zu weit hinter der Gegnerin, dass diese sich im Fallen auf den Bauch drehen konnte. Im weiteren Verlauf setzte die Gegnerin Ko-uchi-maki-komi an, wobei sich Kathrin gut wegdrehen konnte und so keine Wertung gegeben wurde. Am ende Verlor Kathrin dadurch, dass sie mit einer Art Ko-soto-gari geworfen wurde.

Der zweite Kampf wurde im Boden entschieden. Nach einem Kurzen Griffkampf erfolgte der Übergang zum Boden mit einem nicht erfolgreichen Ushi-Mata der Gegnerin. Aus dieser Position erarbeitete sich die Gegnerin einen Festhalter, den Kuzure-tate-shiho-gatame. Aus diesem konnte Kathrin sich nicht mehr befreien.

Nikolais und Christians erster Kampf erfolgte gegeneinander. Christian beendete dieses sehr schnell mit einem Wurf der mit Ippon bewertet wurde.

Nikolai ging seinen zweiten Kampf etwas zögerlich und defensiv an. Da er zu sehr abgebeugt gekämpft hatte erhielt er den ersten Shido. Darauf wurde sein Kampf offensiver. Zuerst setzte er etwas halbherzig einen Ko-uchi-barai links an. Blockte darauf erfolgreich einige Angriffe des Gegners und positionierte sich gut für einen Ko-ushi-barai rechts. Leider zog er diesen Angriff nicht bis zum Ende durch. So konnte der Gegner seinen Fuß aufsetzen und mittels Tani-Otoshi kontern.

Christian hatte bei einem weiteren Kampf Probleme mit seiner abgebeugten defensiven Haltung so handelte er sich hier leider einige Shido ein. Trotz allem war auch hier einige Ansätze von Fußwürfen zu sehen.

Nach ca. 7 Jahren ohne Wettkämpfe vielen meine eigenen Kämpfe auch eher kurz aus. Beim ersten Kampf bin ich ziemlich klar in einen Ushi-mata gelaufen.

Nachdem ich beim ersten Kampf wieder dran erinnert wurde, dass es so etwas wie den Kampf um den richtigen Griff gibt, dauerte dieser Kampf etwas länger.

Eine erfolgreiche Aktion die ich in diesem Kampf hatte war ein Ura-Nage, der mit Waza-ari bewertet wurde und ein anschließendes kurzes Festhalten im Boden.. Jedoch bemerkte ich schon hier, dass ich Probleme mit der Kondition habe und wurde schlussendlich mit Ippon geworfen.

Den letzten Kampf wurde ich erst mit einer Art Tai-otoshi geworfen, beim Übergang in den Boden gelang es mir schon einmal auf den Gegner, jedoch zwischen seine Beine zu gelangen. Dort fehlte jedoch die Ausdauer um weiter Bodenarbeit zu leisten. Beendet wurde dieser Kampf mit dem Versuch vor mir Ushi-mata zu werfen, was jedoch daran gescheitert war, dass ich mit der linken Hand nicht den Arm des Gegners gegriffen hatte. Darauf folge vom Gegner ein auf den Knien angesetzter Seoi-nage der mit Ippon bewertet wurde.

Trotz einer längeren Pause war mir nach dem Kampf nicht gut, so das ich danach das Turnier vorzeitig beendet hatte.


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