Bild: Zwei Judoka, einer wird den anderen mit Tomoe-nage. Text: Freiwurf! Kostenloses Probetraining. Hier klicken.


Am 17.04.2010 fand bei den Berliner Judo Freunde 195 e.V. der 8. Hawe Judo-Cup statt. Diesmal waren wir mit 6 Startern vertreten um die Wettkampfluft zu schnuppern.



Trotz aller Schwierigkeiten mit denen die Organisatoren in diesem Jahr kämpfen mussten, wie der kurzzeitig abgesagten Sporthalle, der einen Wettkampffläche in der neuen Halle oder dem abgestürzten Computer, gelang es ihnen ein schönes Turnier auszurichten.



Meiner Meinung nach hat gerade die eine Wettkampffläche dazu beigetragen, dass die Stimmung so gut war. Da alle Teilnehmer so die vielen schönen Kämpfe sehen konnten.



Zum Wettkampf selbst, es wurde in 4er bzw. 3er Pools gekämpft. So hatte jeder Teilnehmer seine 2 oder 3 Kämpfe.



In Fakten sah der Wettkampftag für uns so aus:

  • C. 2. Platz
  • D. 4. Platz
  • A. 4. Platz
  • Ch. 2. Platz
  • Dieter 3. Platz
  • Robert 4. Platz


C. hatte in einer 3er Gruppe gekämpft. Seinen ersten Kampf beendete er erfolgreich mit zwei aufeinander folgenden Waza-ari. Diese Wertung erkämpfte er sich jeweils durch einen De-ashi-barai (Fußfeger). Sein zweiter Kampf war recht kurz. Er stand gut eingedreht vor dem Partner, ideal für einen Ushi-mata. Jedoch kennt er diesen Wurf noch nicht. Der Partner stieg über und warf selbst mit einem Ushi-mata.



D. hatte eine sehr starke 4er Gruppe erwischt. In seinen drei kämpfen stand er jeweils einem viel erfahrenen Kämpfer gegenüber. So wurde er zweimal mit Ushi-mata und einmal mit Seo-nage zu Boden geworfen. Sehr positiv war die Kampfhaltung mit der er zu jedem Kampf gegangen war. Trotz der höheren Graduierung der Gegner ging D. jeden Kampf sehr offensiv an und versuchte seine Techniken durchzusetzen.



Besondere Achtung verdient die Leistung von Dieter. Obwohl er seit weit über einem Jahr nur noch Karate trainiert hat er sich für dieses Turnier gemeldet. Er kämpfte in der Gruppe mit den schwersten Startern. Aufgrund der größenunterschiede zwischen Dieter und den zwei anderen Startern hatten diese ideale Vorraussetzungen um ihn Ushi-mata zu werfen, was beide auch relativ schnell versuchten und schafften.



A. bestritt nach ca. 20 Jahren ohne Judo sein erstes Turnier. Hier zeigte er nicht die Leistung die er sonst im Training zeigt. Er war den Partnern oft nachgelaufen ohne eigene Aktionen anzuwenden. Sicherlich wird das mit mehr Erfahrung bei den nächsten Turnieren besser



Beim ersten Kampf von Christian konnte man als Zuschauer den Eindruck gewinnen, dass der Partner ihn ausgetrickst hatte. Nachdem der Kampf schon eine Weile andauerte, ohne dass es zu einer Wertung gekommen war sah es so aus als ob der Gegner etwas seine eigene Jacke öffnete und auf seine eigene Seite schaute als ob er sich verletzt hatte. Daraufhin lies bei Christian die Spannung in den Armen nach und der Partner setzte einen eigenen Wurf mit Erfolg an.



Seinen zweiten Kampf beendete Ch. mit Ippon durch einen O-soto-gari. Dabei nutzte er den instabilen Stand seines Partners aus. Der dritte Kampf konnte leider nicht erfolgen, da der Partner sich in einem vorherigen Kampf am Fuß verletzt hatte.



Mein erster Kampf ging über die gesamte Kampfzeit. Dabei erkämpfte sich mein Partner einen Waza-ari und zwei Yuko. Im Boden konnte er seinen Würger nicht durchbringen. Von meiner Seite gab es zwei gut angesetzte Ushi-mata, die leider aufgrund von fehlender Armarbeit nicht erfolgreich waren.



Der zweite Kampf wurde im Boden entschieden. Als wir uns das erste mal in den Bodenkampf begeben hatten, hatte ich einen Jui-gatame (Armhebel) angesetzt. Jedoch konnte ich dabei seinen eigenen Griff nicht lösen. Als wir das zweite mal in den Bodenkampf gegangen sind, hatte er mich mit Kesa-gatame festgehalten. Irgendwie war es mir nicht möglich unter ihn zu kommen und mich zu befreien.



Beim dritten Kampf merkte ich, dass der Partner relativ anfällig für Fußwürfe war. Dies hatte ich versuch umzusetzen, jedoch fehlte mir auch hier die Arbeit mit den Armen. Der Kampf wurde dann entschieden, als der Partner Ushi-mata angesetzte, ich blockte und er zu mein eines Bein ergriff und das andere wegsichelte.



Es bleibt nur zu sagen, das Turnier hat spaß gemacht und wir hoffen in nächsten Jahr wieder eingeladen zu werden.



Ein besonderer Dank geht an die Firma HAWE Hydraulik SE die den Cup gesponsort hat.